Darmbakterien | Gesundheitsforum Oktober 2018

Gesundheitsforum im Ulmer Stadthaus,
17. Oktober 2018

Darmbakterien (Mikrobiom) und chronische Krankheiten

Referenten:

Darmbakterien und Diabetes

Das Mikrobiom ist eines der größten Organe im Körper. Es ist sehr individuell. Es haben sich Hinweise ergeben, dass zum Beispiel Veränderungen des Gewichtes und der Stoffwechselsituation sehr viel damit zu tun haben. Bereits nach dem dritten Lebensjahr besteht ein individuelles Mikrobiom. Neue Daten zeigen, dass durch bestimmte Kohlenhydrate bei Diabetikern eine Verbesserung der Zucker-Stoffwechsellage möglich ist. Zudem kann man durch Einfluss von außen die Bakterienzusammensetzung verändern. Dies kann deutliche Verbesserungen zum Beispiel bei Typ-2-Diabetes und Übergewicht bewirken.

Dr. med. Gwendolin Etzrodt-Walter

Fachärztin für Endokrinologie
www.endokrinologie-ulm.de

Darmbakterien und Parkinson

Nicht erst seit dem Buch “Darm mit Charme” sind der Darm und die ihn besiedelnden Bakterien, das sog. Mikrobiom, ins Visier der neurologischen Wissenschaft gerückt. So gibt es Hinweise darauf, dass sowohl die Alzheimerdemenz als auch die Parkinsonerkrankung ihren Ursprung im Darm nehmen und sich dann ins Gehirn ausbreiten. Darüber hinaus zeigen jüngste Forschungsergebnisse, dass unser Abwehrsystem durch die Darmbakterien mitgeprägt wird, so dass die Entwicklung und der Verlauf der Multiplen Sklerose mit dem Mikrobiom in Verbindung gebracht werden. Im Vortrag sollen insbesondere unsere Kenntnisse zu Darm und Parkinsonerkrankung sowie zu Multipler Sklerose und Mikrobiom dargestellt werden.

Dr. med. Andreas Wiborg
Facharzt für Neurologie/Psychiatrie/Psychotherapie
www.neurologie-neu-ulm.de

Darmbakterien und Reizdarm

Störungen im humanen intestinalen Mikrobiom können zu sehr unterschiedlichen Gesundheitsstörungen bis hin zu schweren Erkrankungen führen. Der Vortrag zeigt ein beispielhaftes Spektrum von Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt infolge der enteralen Dysbiose (z.B. Reizdarm, entzündliche Darmerkrankungen, Darmkrebsentstehung) und diskutiert mögliche therapeutische Strategien.

Dr. med. Goswin von Dewitz
Facharzt für Gastroenterologie
www.dr-von-dewitz.com

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