Gesundheitstag 2019

Demnächst:

15. ulmmed-Gesundheitstag im Ulmer Stadthaus am Samstag, den 16. November 2019

 

Es erwartet Sie der nächste Gesundheitstag des Fachärzteverbundes Ulmmed unter dem bewährten Motto „Gesund werden – gesund bleiben“ im Ulmer Stadthaus.

Wir freuen uns über Ihren Besuch an unseren zahlreichen Ständen und hoffen, dass auch die folgenden Vortragsthemen regen Zuspruch erfahren!

PROGRAMM


09:30 Uhr
Eröffnung durch Dr. med. Gwendolin Etzrodt-Walter


09:45 Uhr
Gastroenterologisches Potpourri 2019
Dr. Goswin von Dewitz, Gastroenterologie

Unterschiedliche interessante Befunde und Krankeitsbilder aus dem Fachgebiet der Magen-Darmerkrankungen (chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Polypenresektion im Rahmen der Darmkrebsvorsorge, eosinophile Ösophagitis, Dünndarmdiagnostik durch Kapselendoskopie, interessante endoskopische Einzelbefunde) mit Focus auf die diagnostische und therapeutische Endoskopie werden demonstriert und diskutiert.

 


10:05 Uhr
Neue Themen zur Psoriasis
Prof. Dr. Ralf-U. Peter
Allergologie,
Dermatologie, Phlebologie

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine Volkskrankheit, mehr als 2% der Bevölkerung sind in Deutschland betroffen. Sie ist nicht nur eine Hautkrankheit, sondern erfaßt den gesamten Organismus:

40% der Betroffenen entwickeln eine teils schwer verlaufende Gelenkentzündung (Psoriasisarthritis), neben den typischen schuppenden Hautveränderungen kommen auch mit eitrigen Pusteln einhergehende Varianten vor, die einerseits isoliert Handflächen und Fußsohlen, andererseits aber auch die gesamte Haut betreffen können.

Die Patienten sind teilweise hochgradig durch die Erkrankung beeinträchtigt. Daneben bestehen zahlreiche Komorbiditäten wie metabolisches Syndrom mit Diabetes mellitus, Herz-Kreislauferkrankungen u.a.

In den letzten 20 Jahren wurden große Fortschritte in der Behandlung erzielt: biologische Therapeutika können gezielt in das Immunsystem eingreifen und so die Symptome der Schuppenflechte in wenigen Wochen weitgehend zurückdrängen. Leider sind diese Medikamente ziemlich teuer und kommen daher nicht als Mittel der ersten Wahl in Frage. Viele Originalpräparate können mittlerweile durch sog. Biosimilars ersetzt werden, wobei aber in jedem Einzelfall geprüft werden muß, ob sie dieselben therapeutischen Wirkungen haben. Im Ergebnis muß sich heute aber kein Patient mit Schuppenflechte mehr in sein Schicksal ergeben und auf wirksame Therapien verzichten.


10:25 Uhr
Wenn das Cortison den Knochen frisst: Osteoporose durch Medikamentennebenwirkungen
Dr. med. Henrik E. Spies
Orthopäde/Unfallchirurg, Osteologe (DVO), Leiter des ambulanten osteologischen Schwerpunktzentrums (DVO) in Neu-Ulm

Osteoporose (Knochenschwund) kann als primäre Osteoporose bei Frauen nach der Menopause oder als senile Osteoporose im hohen Alter bei Männer und Frauen auftreten. Während der letzten Jahre beobachten spezialisierte Osteologen eine zunehmende Zahl von Osteoporose-Fällen, die durch Medikamente ausgelöst oder verstärkt werden. Diese Medikamente sind zur Behandlung völlig anderer Erkrankungen notwendig und sie werden häufig verordnet.

Typischerweise treten solche sekundären Osteoporosen nach der Einnahme von Cortison, bei Blutverdünnern oder auch bei Magensäureblockern auf. Die Zahl der Patienten, die an solchen sekundären Formen der Osteoporose leiden, wird auf etwa 30% aller Osteoporosekranken geschätzt. Auch bei dieser Form des Knochenschwundes besteht ein erhöhtes Frakturrisiko bei Bagatellunfällen. Durch diese Knochenbrüche leidet die Lebensqualität, notwendige Ruhigstellungen und Operationen zur Knochenbruchbehandlung bergen viele Risiken. Osteoporose mit Frakturen verkürzt die Lebenserwartung.

Typische Formen der medikamentös bedingten Osteoporose werden vorgestellt, Zusammenhänge des Knochenschwundes mit anderen Erkrankungen werden verdeutlicht. Der Vortrag soll betroffene Patienten sensibilisieren und ihnen helfen, nach Möglichkeit auf knochenschädliche Therapien zu verzichten oder rechtzeitig eine osteologische Mitbehandlung zum Schutz vor osteoporosebedingten Frakturen von ihren behandelnden Ärzten einzufordern.


10:45 Uhr
Wenn Rheuma neben den Muskeln auch im Kopf schmerzt
Dr. med. Nadia Rinaldi, Rheumatologie


Plötzliche Kopfschmerzen können auch durch Rheuma entstehen. Es handelt hierbei um eine rheumatische Entzündung der Schläfenarterie. Diese Erkrankung heißt Riesenzellarteriitis und trifft überwiegend Menschen ab dem 50. Lebensjahr. In diesem Fall ist die Schläfenarterie druckschmerzhaft oder geschwollen, die Betroffenen fühlen sich müde, abgeschlagen, haben Nachtschweiß und verlieren an Gewicht. Die Kopfschmerzen liegen in der Schläfe, sprechen nicht auf die üblichen Schmerzmittel und können in manchen Fällen auch die Augenarterien betreffen. In diesem Fall kann es zu Doppelbildern oder Beeinträchtigung des Visus kommen. Im Extremfall können die Betroffenen erblinden.

In circa der Hälfte der Patienten kann diese rheumatische Erkrankung mit starken Muskelschmerzen im Kopf-, Nacken und Schulterbereich, sowie im Beckenbereich und in den Oberschenkeln auftreten. Im Extremfall haben die Betroffenen starke Muskelschmerzen habe, dass einfache tägliche Handlungen, wie das Kämmen oder das Aufstehen aus der Sitzposition, nicht mehr möglich sind.

Als Therapie der Wahl für diese Erkrankung wird Cortison eingesetzt. Mit dieser Therapie kommt es zu einer erheblichen Besserung der Kopf- und Muskelschmerzen. In dem Vortrag wird abgehandelt wie man die Diagnose stellen kann, wie die Behandlungsstrategie aussieht und wie lange die Therapie angewandt werden sollte.

 


11:05 Uhr PAUSE
Besuchen Sie die Infostände und treffen Sie die Ärzte in unserer Speakers’ Corner


12:00 Uhr
Aktuelles aus der Demenzforschung und –therapie
Dr. med. Daniela Rau, Neurologie

Die Angst vor der Entwicklung von Gedächtnisstörungen und der Erkrankung an einer Alzheimer Demenz ist durch die heutzutage längere Lebenserwartung präsenter denn je. Inwiefern Gedächtnisstörungen im Sinne eines M. Alzheimer oder andersartigen dementiellen Erkrankungen zu sehen sind, bedarf der genauen diagnostischen Abklärung. Möglich sind hierdurch u.a. eine frühzeitige Diagnosestellung sowie die Einleitung therapeutischer Maßnahmen mit dem Ziel, die Symptome der Erkrankung positiv zu beeinflussen. Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre ermöglichen hierbei einen zunehmenden Einblick in die Entstehung und Pathogenese des Morbus Alzheimer mit neuen therapeutischen Ansätzen für die Zukunft.

 


12:20 Uhr
Neue Wege im Umgang mit Übergewicht (Adipositas)
Dr. med. Sven Walter, Gastroenterologie/Stoffwechsel

Das immer weiter zunehmende Problem des Übergewichtes führt zu neuen Therapieansätzen. Durch neue Therapieansätze steigt auch die Wichtigkeit einer guten Ursachen-Abklärung, welche leider häufig vernachlässigt wird. Im Rahmen des Vortrages werden Sie nicht nur über die aktuellen Ernährungsempfehlungen, Untersuchungsmethoden sondern auch über Neuerungen in der medikamentösen Therapie informiert. Auch bezüglich neuen Nicht-Medikamentösen, sehr erfolgsversprechenden Methoden und deren Einsatz werden Ihnen nahe gebracht.

 


12:40 Uhr
Die Technik hält Einzug in die Diabetes-Therapie
Dr. med. Gwendolin Etzrodt-Walter, Endokrinologie/Stoffwechsel


Seit diesem Jahr gibt es neue Geräte, welcher eine eigenständige Abschätzung der Insulin Menge vornehmen können. Dies sind Medizinprodukte, welche aktuell noch einem sehr kleinen Spektrum vorbehalten sind. Jedoch werden sich, ähnlich wie bei den un blutigen Zucker Messmethoden, diese Neuerungen auch bei Diabetes mellitus Typ II in absehbarer Zeit einsetzen lassen. Im Rahmen des Vortrages bekommen Sie einen Überblick über die neuen Zuckermeß-Methoden und Insulin-Abgabegeräte sowie „Smart Pens“.

 


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