Ulmmed-Gesundheitstag, Stadthaus 24.11.2018

Veranstalter: Fachärztliche Arbeitsgemeinschaft für Qualitätsmedizin e.V.
Vorsitzende Dr. med. Gwendolin Etzrodt-Walter

09:30 Eröffnung

09:45 ulmmed bildet aus.

Bewerben sie sich direkt in der ulmmed-Praxis die Ihr Interesse weckt! Die Vielfalt der medizinischen Bereiche schafft eine große Bandbreite an Qualifikationen und Spezialisierungen. Eventuell besteht auch die Möglichkeit innerhalb von ulmmed-Praxen zu wechseln. Nehmen sie einfach Kontakt auf!

10:00 Neue Hoffnung im Kampf gegen Rheuma
Dr. Nadia Rinaldi
Rheumatologie

Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündlich rheumatische Systemerkrankung, die in Deutschland bis zu 800.000 Menschen betrifft. Diese chronische Rheumaerkrankung geht mit starken Schmerzen in den Gelenken einher. Unbehandelt kann diese Erkrankung zur Zerstörung der Gelenke mit konsekutivem Funktionsverlust führen. Der frühe Einsatz einer effektiven medikamentösen Therapie kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und die Gelenkdestruktion aufhalten. Neben dem Einsatz der sogenannten Basismedikamente, die nicht immer gut vertragen oder ausreichend wirken, stehen heute sogenannten Biologika zur Verfügung. Es handelt sich dabei um synthetisch hergestellte Eiweißmoleküle. Sie blockieren die Botenstoffe, die den Entzündungsprozess bei der rheumatoiden Arthritis unterhalten. Die Biologika sind meistens sehr effektiv und gut verträglich. Die Wirkung der Biologika kann aber in einem Teil der Patienten nach einigen Jahren nachlassen.

Hoffnung macht eine neue Klasse von Medikamenten, die in den letzten zwei Jahren zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis zugelassen wurden. Die Wirkstoffe heißen Baracitinib und Tofacitinib, die Medikamente werden in Tablettenform verabreicht. Anderes als die Biologika greifen die neuen Wirkstoffe direkt in den Metabolismus der Entzündungszellen ein und blockieren die Wirkung bestimmter körpereigenen Enzyme, sogenannter Janus-Kinasen; folglich werden sie Janus-Kinase-Hemmer bezeichnet. Durch die Hemmung der Janus-Kinase kommt es zu einer Blockade der Entzündung.

In dem Vortrag wird dieser neue Ansatz als neue, vielversprechende Therapieoption für Patienten mit rheumatoider Arthritis diskutiert.

 

10:15 Restless-Legs-Syndrom – Syndrom der ruhelosen Beine
Dr. Martin Krauß
Neurologie

Restless-Legs-Syndrom – Syndrom der ruhelosen Beine
Das RLS zählt mit einer Häufigkeit (Prävalenz) von 3–10 % zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Charakteristisch ist ein Drang, die Beine zu bewegen, vor allem in Ruhe, oft treten Missempfindungen in den Beinen auf (z.B. Kribbeln oder Ziehen), wobei die Symptome durch Bewegung gebessert werden. Die Ausprägung ist meist am Abend stärker. Oft vermeidet man Situationen, die ein langes Sitzen erfordern, z.B.: Kinobesuche. Die Folge können u.a. Schlafstörungen oder Müdigkeit sein. Der Vortrag informiert über Symptome, Diagnostik und Therapie.

 

 

10:30 Ernährung während Strahlentherapie und danach
Rhea Bottke [bitte OHNE Doktortitel]
Strahlentherapie

Im Rahmen einer Tumorerkrankung und deren Therapie kommen oft Fragen auf nach der „richtigen“ Lebensführung und insbesondere der „richtigen“ Ernährung. Was können Betroffene tun, um ihr Wohlbefinden zu steigern, womöglich zur Heilung beizutragen und ihr Rückfallsrisiko zu senken? Gibt es die „Krebsdiät“? Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel oder Zusatznahrung?

 

 

10:45 Krebsvorsorge 2018
Dr. Goswin von Dewitz
Gastroenterologie

In Deutschland entstehen jährlich etwa 440.000 Krebsneuerkrankungen.

Von diesen sind 37% (165.000) durch Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, Infektionen und Umweltfaktoren bedingt.

Ein großer Teil der Krebserkrankungen ist somit durch Lebensstilveränderungen vermeidbar. Ein weiterer großer Teil an Krebsneuerkrankungen ist durch medizinische Vorsorgeuntersuchungen vermeidbar.

Mögliche Vorsorgestrategien bei ausgewählten Krebserkrankungen werden dargestellt.

 

 

11:00 Pause

 

11:45 Osteoporose
Dr. E. Henrik Spies
Orthopädie, Unfallchirurgie,
Osteologie DVO

Osteoporose ist eine Volkskrankheit, an der in Deutschland mittlerweile ca. 8 Millionen Menschen erkrankt sind. Durch die demographische Entwicklung steigt die Zahl der betroffenen Patienten weiter an. Neben der sogenannten primären Osteoporose in der Menopause leiden viele Menschen an Osteoporose als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen oder als Folge medikamentöser Therapien.

Der Vortrag beschreibt die Symptome und die Folgen der Erkrankung Knochenschwund. Knochendichtemessung, Labordiagnostik und Therapiemöglichkeiten werden vorgestellt, verschieden Behandlungskonzepte des Ambulanten Osteologischen Schwerpunktzentrums DVO Neu-Ulm werden erläutert.

Die richtige Ernährung, angepasste Bewegung und Belastung sowie spezielle Programme zur Vermeidung einer Osteoporoseerkrankung werden beschrieben.

 

 

 

12.00 (keine) Angst vor der Angst
Dr. Dagmar Brummer
Neurologie, Psychiatrie

Wer kennt sie nicht, die Situationen in denen wir, begründet oder unbegründet, Angst haben?  Schwitzende Hände, Herzklopfen und oft auch ein Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit sind typische Symptome. Doch obwohl dieses Empfinden also eigentlich etwas ganz Normales ist wird Angst zum Problem, wenn sie häufig und unbegründet auftritt. Die Betroffenen vermeiden angstbesetzte Situationen zunehmend, wodurch die Angst einen immer größeren Raum einnehmen kann. Oft leiden nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Familie, Freunde und Kollegen unter den Folgen einer Angsterkrankung.

In meinem Vortrag möchte ich Ihnen sowohl aktuelle Erkenntnisse über die Entstehung von Ängsten präsentieren als auch mögliche Therapien bis hin zur „Hilfe zur Selbsthilfe“ erläutern. Dabei werden sowohl pharmakologische Aspekte als auch psychotherapeutische Ansätze erklärt.

Schließlich wissen wir: Ängste gehören zwar zum Leben dazu, dürfen aber nicht zum Lebensmittelpunkt werden. Also, keine Angst vor der Angst!

 

12.15 Sensorunterstützte Diabetestherapie
Dr. Gwendolin Etzrodt-Walter
Endokrinologie

In der Stoffwechselmedizin gibt es immer wieder Neuerungen. Insbesondere in Hinblick auf Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten warten wir sehnsüchtig auf sinnvolle und zuverlässige Therapiemöglichkeiten. Sicherlich haben Umwelteinflüsse bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten einen großen Anteil. Über den aktuellen Stand dieser Situation werde ich in einer kleinen Zusammenfassung berichten. Des weiteren besteht in der Stoffwechselmedizin vor allem die Notwendigkeit zur Therapie der Adipositas. Hier gibt es ein 2 Medikamente, die bei dieser Krankheit eingesetzt werden können. Auch teilweise schon länger bekannte, endoskopische und chirurgische Maßnahmen werden thematisiert. Hinweis auf mögliche diätetische Maßnahmen und Aspekte der Bewegung werden ebenfalls besprochen.

 

Ausbildung bei ulmmed-Praxen

Das Ulmmed-Netzwerk eröffnet seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vielfältige und interessante Tätigkeiten in allen medizinischen Bereichen.

Informieren Sie sich unter www.ulmmed.de und senden Sie eine Mail an die Praxis, die Ihr Interesse weckt.

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